Letztes Update:
20210108020019
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

07:19
07.01.2021
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht sich als Lehre aus der Corona-Krise in der Forderung nach einer zentralen Schaltstelle für die Sicherheit Deutschlands bestärkt. "Ich bin der Auffassung, man braucht so etwas wie einen Bundessicherheitsrat auch für solche Situationen. Wir brauchen einen Ort, an dem man die Organisationen und Behörden zusammennehmen kann, an dem gemeinsame Lagebilder erstellt werden, an dem man die Dinge koordinieren kann", so die CDU-Chefin zur Deutschen Presse-Agentur. "Ich finde, dass Corona bewiesen hat, dass ein Bundessicherheitsrat ein solcher Ort sein könnte."
Zugleich verteidigte sie die Entscheidung für eine europäisch abgestimmt Beschaffung von Impfstoffen. "Die Pandemie macht an diesen Grenzen nicht halt", sagt Kramp-Karrenbauer. Der Kampf gegen Corona sei "immer nur so gut, wie wir es europäisch hinbekommen".

Foto: Michael Kappeler/dpa

06:57
07.01.2021
Greenpeace warnt vor einer drohenden Vernichtung von Kleidung, die sich im Handel wegen des Lockdowns aufstaut. Nachdem die Branche die Corona-Beschränkungen kritisiert hat, sieht die Umweltschutzorganisation beim Handel eine Mitverantwortung. "Mit ihren grotesk beschleunigten Zyklen hat die Fast-Fashion-Industrie in der Pandemie Millionen unverkaufter T-Shirts, Hosen, Schuhe und anderer Kleidung zu Wegwerfartikeln degradiert", sagte Greenpeace-Konsumexpertin Viola Wohlgemuth der Welt.
Wegen des verlängerten Lockdowns wird sich nach Schätzungen der Handelsverbände Textil, Schuhe und Lederwaren im stationären Handel bis Ende Januar ein Berg von einer halben Milliarde unverkaufter Modeartikel auftürmen. Die Branche sieht derweil ein "gewaltiges Warenproblem" und warnt vor dem Verlust Tausender Geschäfte und Zehntausender Jobs allein im stationären Modehandel.