Nach Meinung von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) ist die Strategie der lokalen Lockdowns in Corona-Hotspots nicht erfolgreich gewesen. "Man muss jetzt feststellen, dass sich diese Hotspot-Strategie mit den Inzidenzstufen 35 und 50 nicht bewährt hat", so Werner. Zugleich betont sie, dass dieses Vorgehen vor dem starken Anstieg der Infektionszahlen im Herbst und Winter auch von einigen Experten empfohlen worden war.
"Im Nachhinein wäre es vielleicht gut gewesen, wenn sich die Länderchefs darauf verständigt hätten, früher in den Lockdown zu gehen." Hinterher sei man aber immer schlauer. Werner wies auch darauf hin, dass es zu dieser Zeit nicht absehbar gewesen sei, wie explosionsartig sich das Infektionsgeschehen entwickeln würde. "Ich glaube, dass das Virus uns einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht hat", so die Ministerin.