Letztes Update:
20210102013048

12:13
30.12.2020
Landespolitiker machen den Bund für Unklarheiten über die Versorgung mit Corona-Impfstoff verantwortlich. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) beklagt Unsicherheiten bei den Lieferterminen. Berlin solle ab Anfang des Jahres knapp 30.000 Impfdosen bekommen, sagte sie im RBB-Inforadio. Aber sie ärgere sich maßlos, dass unklar sei, wann: "Kommt der Impfstoff Montag oder Sonntag? Und das ist natürlich für die Planung ungemein wichtig zur Buchung von Terminen." Auch aufgrund des fehlenden Impfstoffs war am Dienstag das größte Impfzentrum der Hauptstadt im Stadtteil Treptow nur zwei Tage nach seiner Öffnung wieder geschlossen worden.
Auch Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) hofft auf mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit vom Bund, was die Lieferung von Corona-Impfstoffen angeht. Wenn man in den Impfzentren Termine vergeben wolle, müsse man wissen, wann welcher Impfstoff in welcher Menge zur Verfügung stehe, so Holetschek. "Da würde ich mir vom Bund eine höhere Verlässlichkeit wünschen."

Foto: Christophe Gateau/dpa

11:46
30.12.2020
Der Tageshöchststand bei den gemeldeten Corona-Todesfällen in Deutschland ist aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. "Die plausibelste Erklärung ist die, dass es eben verzögerte Meldungen sind von Todesfällen", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Über die Feiertage seien die Zahlen von Neuinfektionen und Gestorbenen relativ gering gewesen. Wieler bekräftigt, eher auf Wochenwerte zu blicken statt auf den Stand an einzelnen Tagen.

11:29
30.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht angesichts der hohen Corona-Todes- und Infektionszahlen keine Möglichkeit, den aktuellen Lockdown zu beenden. "1129 Familien werden diesen Jahreswechsel in Trauer erleben", so der CDU-Politiker in Berlin mit Blick auf die aktuell gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. "Diese Zahlen belegen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt." Von einer Normalität sei man noch sehr weit entfernt. "Ich sehe also nicht, wie wir in dieser Situation zurückkehren können in den Modus vor dem Lockdown."