Letztes Update:
20210102013048

18:58
29.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik am Tempo der soeben angelaufenen Corona-Impfungen in Deutschland und an der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs zurückgewiesen. Zugleich verteidigte er in einem Interview von Bild Live den eingeschlagenen europäischen Weg beim Kauf des Impfstoffs. "Es ist für alle knapp", sagte der CDU-Politiker. Deutschland habe viel Impfstoff bestellt. "Die absolute bestellte Menge verändert wenig daran, wie viel am Anfang es jetzt halt gibt, zum Beginn, wo es knapp ist."
Deutschland erwarte von den Herstellern Biontech und Moderna zusammen über 130 Millionen Impfdosen. "Die allein würden schon reichen im nächsten Jahr, um jedem, der geimpft werden will, ein Impfangebot zu machen." Spahn betonte, Deutschland habe sich bewusst entschieden, bei der Beschaffung des Impfstoffs "den europäischen Weg zu gehen". Dies schließe auch aus, mit den Herstellern parallel nochmals bilateral zu verhandeln.

Foto: Michele Tantussi/Reuters/Pool/dpa

18:37
29.12.2020
Die Krankenhäuser sind voll, das Personal am Anschlag: Rekordwerte bei Neuinfektionen und Corona-Patienten treiben das britische Gesundheitssystem an seine Grenzen. Vor einigen Notaufnahmen stauten sich Rettungswagen, wie britische Medien berichteten. Ein Mitarbeiter eines Krankenhauses in der südostenglischen Grafschaft Kent berichtete, dass manche Patienten bis zu sechs Stunden auf eine Ambulanz warten müssten. Nun erwägen einige Kliniken sogar, Triage-Zelte vor den Eingängen aufzustellen, auch um den Zustrom der Patienten besser zu kontrollieren.
Die Zahl der Corona-Fälle steigt weiter steil an: Die Behörden meldeten 53.135 Neuinfektionen - ein deutlicher Anstieg zum bisherigen Rekord vom Vortag. Außerdem werden derzeit mehr Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt als zum bisherigen Höhepunkt im Frühling. Vor allem eine neue Variante des Coronavirus wird für die rasant steigenden Neuinfektionen verantwortlich gemacht.