In
deutschen Krankenhäusern steigt die Belastung wegen der zunehmenden Zahl der Covid-19-Patienten. Hinzu kommt für das
medizinische Personal die Sorge, sich zu infizieren. Diese Angst hält auch viele Patienten mit anderen Erkrankungen von einem Klinikbesuch ab. Französische Wissenschaftler
berichten nun im Fachblatt "Jama Network Open", dass Luftproben etwa von Intensivstationen, Fluren und Toiletten kontaminiert sein können – allerdings sind die Partikel des Erregers Sars-CoV-2 meist wohl nicht lebensfähig.
Das Team um Gabriel Birgand von der Universitätsklinik Nantes wertete für die Metaanalyse 24 Studien aus, von denen vier unpubliziert waren. Auf Intensivstationen waren demnach über 25 Prozent der Proben kontaminiert, im Vergleich zu knapp 11 Prozent auf anderen Stationen. Der höchste Prozentsatz positiver Proben stammte von öffentlich zugänglichen Fluren (56 Prozent) – wobei dort jedoch insgesamt nur 16 Proben genommen worden waren. Generell fiel jede dritte Probe (33,3 Prozent) aus öffentlichen Klinikbereichen positiv aus.
Die Autoren betonen jedoch, dass meist unklar sei, ob die Virenreste in den positiven Proben infektiös waren oder nicht.