Letztes Update:
20210102013048

16:01
18.12.2020
Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) schätzt die Mehrkosten für die Berliner Obdachlosenhilfe in der Pandemie auf 10 bis 13 Millionen Euro. Zuvor seien 3,8 Millionen Euro für das System der Kältehilfe kalkuliert gewesen. Zu den geplanten Ausgaben kommen nun zum Beispiel Kosten für Schnelltests in Obdachlosenunterkünften hinzu. Es gebe jetzt deutlich mehr positive Ergebnisse, sagt Breitenbach. Auf sie folgt ein regulärer PCR-Test, um falsch-positive Schnelltests auszuschließen. Die Quarantänestation für Obdachlose ist bereits aufgestockt worden.
Mit 1000 Notübernachtungsplätzen und 230 Betten in Unterkünften, die Tag und Nacht geöffnet haben, sieht Breitenbach Berlin aber "relativ gut aufgestellt". Das liege auch an der großen Hilfsbereitschaft in der Stadt. In der Pandemie sei die Lage für Obdachlose dennoch prekär. Die Ansage "Zu Hause bleiben" klinge für sie wie Hohn. Bei der ersten Berliner Obdachlosen-Zählung wurden im vergangenen Januar rund 2000 Menschen erfasst. Sozialverbände schätzen ihre Zahl aber höher.

Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/ZB

15:39
18.12.2020
Der Deutsche Ethikrat hat in einem eindringlichen Appell ein Mindestmaß an sozialen Kontakten für Menschen in der Langzeitpflege auch während der Corona-Pandemie angemahnt. Das Gebot physischer Distanz gehöre zu den zentralen Schutzmechanismen in der Pandemie, das sei keine Frage, sagt die Ethikrat-Vorsitzende Prof. Alena Buyx. Besondere Herausforderungen stellten sich jedoch in Bereichen wie der Langzeitpflege. "Hier wächst die Gefahr von Isolation, verringerter sozialer Teilnahme und einer erheblichen Verschlechterung der Gesundheit", warnt Buyx.