Letztes Update:
20210102013048

17:52
16.12.2020
Trotz einer starken Belastung des Gesundheitssystems in der Pandemie sehen Experten noch Kapazitäten auf den deutschen Intensivstationen. Man stehe derzeit nicht an dem Punkt, Priorisierungen von Patienten vornehmen zu müssen, erklären die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und die Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin beim Robert Koch-Institut in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Auch für den Fall einer möglichen regionalen Überlastung von Kliniken sei bereits seit einiger Zeit geregelt, dass Patienten innerhalb Deutschlands verlegt werden können, betont die Fachgesellschaft. Und weil spätestens ab Montag durch die Feiertage keine planbaren OPs mehr durchgeführt würden, sei mit Entlastung für die Intensivstationen zu rechnen.

Archivfoto: Fabian Strauch/dpa

17:32
16.12.2020
Der Intensivmediziner Uwe Janssens betont, dass es eindeutige Kriterien gibt für die Entscheidung, wer bei knappen Ressourcen in Krankenhäusern beatmet wird und wer nicht. "Es gibt ein ganz klares Kriterium, das der Erfolgsaussicht. Die nimmt klar in den Fokus, wie die Überlebenswahrscheinlichkeit von dem betroffenen Patienten ist", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zu RTL/n-tv. "Wir blicken nicht, um das nochmal ganz klar zu sagen, auf Einzelkriterien wie Behinderung, Alter, sozialer Status."

17:09
16.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das geplante Vorgehen bei Corona-Impfungen in Deutschland gegen Kritik verteidigt. "Impfen ist der Weg raus aus dieser Pandemie. Und wir sind auf diesem Weg gut vorbereitet", sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Es gebe sehr bewusst keine Impfstoff-Notzulassung, sondern ein ordentliches, gründliches Prüfungsverfahren und europäische Solidarität. Für anfangs nötige vorrangige Impfungen gefährdeter Gruppen habe der Bundestag auch eine gesetzliche Grundlage gelegt.
"Für die weitere Ausgestaltung gibt es ein transparentes Verfahren", erläuterte Spahn mit Blick auf eine vorgesehene Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Auf dieser Basis plane er dann noch eine Verordnung, die Impfprioritäten festschreibe.