Letztes Update:
20210102013048

08:02
15.12.2020
UPDATE | Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert, Kitas und Schulen vorrangig zu behandeln, wenn es wieder zu Lockerungen der strengen Corona-Beschränkungen kommt. "Wenn wir wieder Schritte der Lockerung nehmen können, dann muss es wieder zu einem vollständigen Angebot in Kitas und Schulen kommen. Das ist die oberste Priorität", so Giffey im ZDF-"Morgenmagazin".
Giffey fordert Arbeitgeber in Deutschland dazu auf, Mitarbeiter mit Kindern im kommenden Lockdown pragmatisch zu unterstützen. "Die beschlossenen massiven Einschränkungen werden berufstätigen Eltern wieder viel abverlangen", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bildung und Kinderschutz hätten Priorität und dabei bleibe es auch.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

07:38
15.12.2020
Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Klagen von Einzelhandelsunternehmen gegen die Art der staatlichen Corona-Entschädigung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth begründet dies mit einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie. "Große Handelsunternehmen kriegen überhaupt keinen Betriebskostenzuschuss, während das bei der Gastronomie und Hotellerie völlig anders ist", so Genth im ZDF-Morgenmagazin. "Was nicht geht, ist einfach eine Ungleichbehandlung." 
Nach Angaben von Genth, habe der Einzelhandel in der Pandemie deutlich weniger Umsatz gemacht, das Eigenkapital von Unternehmen sei häufig aufgebraucht. Es sei zu befürchten, dass bis zu 50.000 Geschäfte und 250.000 Jobs vor allem in den Innenstädten verloren gehen könnten. Der Bund will Unternehmen, die vom bevorstehenden Shutdown betroffen sind, mit mehr als elf Milliarden Euro pro Monat unterstützen. Die Hilfen seien der richtige Schritt, betonte Genth. Das Verfahren sei aber "viel zu technokratisch". Demnach könnten Auszahlungen erst im März fließen.