Letztes Update:
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Foto: Owen Humphreys/PA/dpa

12:25
09.12.2020
Nach dem Lockdown zur Eindämmung der Pandemie im Frühjahr haben die Menschen in Deutschland laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr gewogen als zuvor. "Körpergewicht und Body Mass Index (BMI) haben seit Einführung der Eindämmungsmaßnahmen zugenommen", schreiben die Autoren der Analyse. Möglicherweise hätten sich die Eindämmungsmaßnahmen auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten ausgewirkt, heißt es.
Das mittlere Körpergewicht habe im Zeitraum April bis August 2019 bei 77,1 Kilo gelegen, im gleichen Zeitraum dieses Jahres bei 78,2 Kilo. Der mittlere BMI stieg laut Studie von 25,9 im April bis August 2019 auf 26,4 im Vergleichszeitraum 2020. Auch andere Gesundheitsaspekte wurden untersucht. "Keine Unterschiede zeigten sich in der Allgemeinbevölkerung bei der depressiven Symptomatik sowie der erhaltenen und geleisteten Unterstützung im Haushalt", heißt es.

12:15
09.12.2020
Die Auswirkungen der Corona-Krise trüben laut einer österreichischen Studie die Zustimmung von Menschen zur Demokratie. Besonders betroffen ist das wirtschaftlich schwächste Drittel, zu dem auch viele Angehörige der sogenannten systemrelevanten Berufe in der Krise - etwa Pflegekräfte und Kassierer - gehörten: Nur 44 Prozent dieser Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Österreich fühlten. Das ergibt der österreichische Demokratie Monitor 2020. Für die repräsentative Studie des Sozialforschungsinstituts Sora wurden von August bis Oktober knapp 2200 Menschen befragt.
Das unterste Drittel zeige seit Jahren die schwächste Einstellung zur Demokratie und sehe sich am deutlichsten abgehängt, von der Politik abgewertet und politisch wirkungslos. Zusätzlich waren diese Menschen nun laut der Befragung finanziell und psychisch rund doppelt so stark wie der Durchschnitt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Österreich betroffen.