Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki kritisiert das Ausrichten der staatlichen Corona-Maßnahmen an den Inzidenzwerten für Neuinfektionen und stellt deren seriöses Zustandekommen infrage. "Das Festhalten an den Inzidenzwerten als ausschlaggebendem Faktor der Corona-Bekämpfung wird immer absurder", so der Vizevorsitzende der FDP. "Nicht allein das Infektionsgeschehen bestimmt die Höhe der erfassten Neuinfektionen, sondern vor allem auch die jeweilige Teststrategie. Das gibt die Bundesregierung verhältnismäßig unverblümt zu."
Kubicki wollte wissen, ob die Regierung oder das Robert Koch-Institut Berechnungen vornimmt, die Schwankungen bei der Zahl der Testungen berücksichtigen, so dass eine um den Schwankungsfaktor bereinigte Darstellung der Neuinfektionsrate und Inzidenzwerte über die vergangenen Monate möglich sei. Das Gesundheitsministerium verneinte das und ergänzte, die epidemiologische Lage in Deutschland könne aber dennoch verlässlich beurteilt werden.