haben Bundeskanzlerin Angela Merkel von Schwierigkeiten im Dienst seit Beginn der Corona-Krise berichtet. Ein Polizeibeamter aus Berlin konstatierte in einem Online-Gespräch mit der Regierungschefin eine Zunahme der Gewaltbereitschaft bei Menschen, die gegen die Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Pandemie protestieren. "Wichtig sei eine gewisse Verlässlichkeit der Verordnung und Normen", betonte er. Denn selbst Bürger, die prinzipiell bereit seien, sich an Regeln zu halten, seien oft nicht genau im Bilde darüber, was aktuell gilt.
Die Leiterin des Polizeikommissariats im niedersächsischen Wildeshausen sagte, dass es "für uns als Polizei schwierig ist, mit Appellen und Empfehlungen zu arbeiten". Die Beamten brauchten einen "rechtssicheren Handlungsraum", da sie ansonsten nicht berechtigt seien, zur Durchsetzung von Kontaktbeschränkungen beispielsweise Grundstücke zu betreten. Merkel zufolge hätten manche Menschen in der Corona-Krise "Sorgen, dass sich das ewig hinzieht" und dass dauerhaft Rechte eingeschränkt werden sollten. Sie könne versichern: "Das ist nicht so."