Letztes Update:
20210102013048

08:06
28.11.2020
Den Tafeln in Deutschland stehen in der Krise weniger ehrenamtliche Helfer zur Verfügung. "Mehr als zwei Drittel unserer Freiwilligen sind im Rentenalter und gehören damit zur Corona-Risikogruppe", sagt der Tafel-Deutschland-Vorsitzende Jochen Brühl der dpa. "Wir haben daher zur Zeit einen Rückgang der aktiven Ehrenamtlichen zu verzeichnen." Aber auch viele der Menschen, die bislang das Angebot der Tafeln genutzt hätten, blieben zu Hause. "Das sind vor allem ältere und vorerkrankte Menschen sowie unsere indirekten Kundinnen und Kunden", sagt Brühl. Unter letzteren versteht Brühl Menschen, die sonst andere soziale Angebote wie Obdachlosenheime oder Frauenhäuser aufsuchen würden.
Andererseits kämen verstärkt Menschen, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten seien, etwa Menschen in Kurzarbeit oder Menschen, die ihren Job verloren hätten. Einen eindeutigen Trend gebe es an den 950 Tafeln aber nicht.

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

07:19
28.11.2020
Der verlängerte Teil-Lockdown wird nach Auffassung der "Wirtschaftsweisen" Veronika Grimm kaum gravierende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaftskraft haben. Die hauptsächlich betroffenen Branchen wie Gastronomie, die Kulturszene oder die Verkehrsbranche hätten einen vergleichsweise geringen Anteil an der Bruttowertschöpfung, sagt die Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Universität Erlangen gegenüber der dpa.
"Die Wirtschaft wird dadurch nicht stark einbrechen. Es kommt jetzt darauf an, die betroffenen Betriebe gut durch die Krise zu bringen", sagt Grimm. Deshalb seien die Milliarden-Ausgaben von Bund und Ländern für Hilfsprogramme gerechtfertigt.