Den Tafeln in Deutschland stehen in der Krise weniger ehrenamtliche Helfer zur Verfügung. "Mehr als zwei Drittel unserer Freiwilligen sind im Rentenalter und gehören damit zur Corona-Risikogruppe", sagt der Tafel-Deutschland-Vorsitzende Jochen Brühl der dpa. "Wir haben daher zur Zeit einen Rückgang der aktiven Ehrenamtlichen zu verzeichnen." Aber auch viele der Menschen, die bislang das Angebot der Tafeln genutzt hätten, blieben zu Hause. "Das sind vor allem ältere und vorerkrankte Menschen sowie unsere indirekten Kundinnen und Kunden", sagt Brühl. Unter letzteren versteht Brühl Menschen, die sonst andere soziale Angebote wie Obdachlosenheime oder Frauenhäuser aufsuchen würden.
Andererseits kämen verstärkt Menschen, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten seien, etwa Menschen in Kurzarbeit oder Menschen, die ihren Job verloren hätten. Einen eindeutigen Trend gebe es an den 950 Tafeln aber nicht.