Letztes Update:
20210102013048

20:44
26.11.2020
Das Schicksal der Nerzzüchter in Dänemark geht auch Ministerpräsidentin Mette Frederiksen an die Nieren. Die Züchter sollten wissen, dass es nicht ihre Schuld sei, dass all die Tiere getötet werden müssten, sagte die Regierungschefin sichtlich berührt auf einer Nerzfarm in der Nähe von Kolding.
Den Tränen nahe berichtete sie von ihrem emotionalen Besuch auf der Farm, wo ein Vater und sein Sohn innerhalb kürzester Zeit das Ende ihres Lebenswerks miterleben müssten. "Das war nicht wegen ihnen, nicht, weil sie schlechte Nerzzüchter gewesen wären. Das ist wegen Corona", sagte sie, wie ein Mitschnitt der Sender TV2 und DR zeigte. Darüber hinaus bat Frederiksen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau die Züchter um Entschuldigung. An dem Beschluss, dass alle Pelztiere gekeult werden müssten, hielt sie demnach aber fest.

Foto: Mads Nissen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

20:31
26.11.2020
Bei mehreren Nerzen auf einer Pelztierfarm in Litauen ist das Coronavirus festgestellt worden. Nach Angaben der staatlichen Lebensmittel- und Veterinärbehörde des baltischen EU-Landes wurde das Virus bei 169 Tieren nachgewiesen, die plötzlich gestorben waren. Eine zusätzliche Untersuchung von 22 weiteren Tieren habe den Befund bestätigt. Demnach könnte ein Mitarbeiter der betroffenen Farm in der Region Jonava die Tiere infiziert haben. 
Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, wurden vom Veterinäramt Betriebsbeschränkungen verhängt. Zugleich wurde der Transport von Tieren, Futtermitteln und anderen tierischen Produkten aus der betroffen Nerzfarm untersagt. Weiter sollen knapp 40 Tiere gekeult werden, heißt es in der Behördenmitteilung. In der Nerzfarm werden den Angaben zufolge 60.000 Tiere gehalten.