Letztes Update:
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Eine Krankenschwester hält eine Impfspritze mit einer Flüssigkeit in die Höhe. Symbolbild: David Cheskin/PA/dpa

12:15
19.11.2020
Alle 17 Sekunden stirbt ein Mensch in Europa mit Corona. Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, so der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge. Vergangene Woche seien mehr als 29.000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt.

11:52
19.11.2020
UPDATE | Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland haben sich aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) dank der strengeren Eindämmungsmaßnahmen auf hohem Niveau stabilisiert. Die Lage sei aber weiterhin sehr ernst, betont RKI-Chef Lothar Wieler. Ob es sich bei der Entwicklung um eine Trendwende handle, könne man noch nicht sagen - das bleibe abzuwarten. Insgesamt seien die Fallzahlen aber immer noch viel zu hoch. 
Wieler sagt, er hoffe, dass die Fallzahlen nicht weiter steigen, sondern in den kommenden Wochen sinken würden. "Aber wir sind noch lange nicht über den Berg." Die Zahl der schweren Verläufe und auch der Toten steigt laut RKI mit der bekannten Zeitverzögerung weiter. In dieser Woche werde es bundesweit wahrscheinlich mehr als 1000 Todesfälle geben, so Ute Rexroth, Leiterin des RKI-Lagezentrums. Von schweren Verläufen seien nicht nur Menschen mit Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes betroffen. Auch bei mildem Krankheitsverlauf könne es ernsthafte Spätfolgen geben. 

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Foto: Tobias Schmidt/dpa