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Foto: Wolfgang Kumm/dpa

13:48
13.11.2020
Ein Analyst der Deutschen Bank hat in einem Aufsatz Steuern für Arbeitnehmer im Homeoffice ins Spiel gebracht - und damit Kritik und Spott ausgelöst. Der Autor geht davon aus, dass auch nach der Corona-Krise viele Menschen weiter von zu Hause aus arbeiten wollen. "Die Arbeit von zu Hause ermöglicht direkte Einsparungen etwa bei der Anreise, dem Mittagessen, Kleidung und Reinigung", schreibt der Analyst. Zudem stehe die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, vor allem besser verdienenden Arbeitnehmern offen. Systemrelevante Beschäftigte, die sich einem höheren Gesundheitsrisiko aussetzen müssten, hätten hingegen oft keine Wahl, ins Homeoffice auszuweichen. Der Analyst schlägt deshalb eine Homeoffice-Steuer in Deutschland in Höhe von 5 Prozent des Bruttoeinkommens vor.
"Hätte gedacht, man sollte wegen des Klimawandels und der überfüllten Straßen und ÖPNV die Leute fiskalisch nicht dafür bestrafen, dass sie zuhause bleiben", schreibt etwa Wirtschaftsprofessor Jan Schnellenbach auf Twitter. Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, nennt die Vorschläge "schräg".

Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa