Letztes Update:
20210102013048

15:44
11.11.2020
Zwei Kinder sind in einer Straßenbahn in Rostock von einem unbekannten Täter bedroht und aufgefordert worden, ihren Mund-Nasen-Schutz abzusetzen. Der mutmaßlich jugendliche Täter holte ein Taschenmesser aus seiner Jacke und hielt es vor das Gesicht des 13 Jahre alten Mädchens, wie die Polizei mitteilt. Zudem unterstrich er seine drohenden Worte mit einer Geste, indem er einen Finger vor seinem Hals lang zog. 
Die beiden Kinder nahmen daraufhin die Masken ab. Als sie diese wieder aufsetzen wollten, wiederholte der mutmaßliche Täter seine Forderung. Das Mädchen und ein elf Jahre alter Junge stiegen daraufhin aus der Straßenbahn aus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

15:39
11.11.2020
Etwa 650 Corona-Zweifler haben heute auf dem Hamburger Jungfernstieg demonstriert und dabei gegen Abstands- und Masken-Regeln verstoßen. Es sei immer wieder zu Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung gekommen, so eine Polizeisprecherin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur
Mehrmals hätten die Beamten die Teilnehmer der Veranstaltung über den Lautsprecher eines Wasserwerfers auf die Einhaltung von Mindestabständen und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen. Dies habe jedoch zunächst kaum Wirkung gezeigt.

Angemeldet hatten die Kundgebung unter dem Titel "Aufklärung zum Thema Corona-Fakten!" die Veranstalter der "Coronainfo Tour". Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

15:37
11.11.2020
Berliner Ärzte können in der Pandemie ein Fall für die Justiz werden. Die Berliner Ärztekammer leite Fälle von Patientengefährdung auch an die Staatsanwaltschaft weiter, teilt Sprecher Ole Eggert mit und bestätigt einen Bericht des rbb. Dabei gehe es zum Beispiel um Mediziner, die ihre Patienten dazu aufforderten, im Wartezimmer keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch ein Verdacht auf systematische Gefälligkeitsatteste, die von der Pflicht zum Tragen einer solchen Maske entbänden, zähle dazu.
In der Hauptstadt seien seit März in 130 Fällen Mediziner mit fragwürdigen oder sogar falschen Behauptungen zum Thema Corona aufgefallen, so Ärztekammerpräsident Günther Jonitz im rbb-Interview. Die Kammer habe bereits mehrere Fälle an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Knapp 20 Ärzte und Arztpraxen seien an das Gesundheitsamt gemeldet worden. Rein berufsrechtlich könnten Geldbußen bis zu 10.000 Euro drohen.