Letztes Update:
20210102013048

13:31
11.11.2020
Die Bundesregierung gibt derzeit noch keine Entwarnung. "Wir sehen jetzt eine positive Tendenz, aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen", so die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Also haben die seit Anfang vergangener Woche geltenden Verbote etwa von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen aus Sicht der Regierung noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt.
Bundesinnenminister Horst Seehofer sagt, er hoffe, dass Deutschland um Weihnachten und den Jahreswechsel herum "in einer epidemiologisch besseren Situation" sei. "Und das geht nur mit Disziplin." Der CSU-Politiker warnt, man dürfe nicht nachlassen mit der Begründung, der Anstieg der Infektionszahlen sei nicht mehr so dynamisch. "Unterschätzen Sie nicht bei schweren Erkrankungen mit Covid-19, dass viele der schwer Erkrankten lebenslang Folgeschäden haben."

Krankenpfleger auf der Covid-19-Station des Krankenhauses Bethel Berlin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

13:15
11.11.2020
Als Folge der Corona-Pandemie wird ein geringerer Anteil der Kinder in Krisenregionen gegen Krankheiten geimpft. In mehr als 60 Ländern wurden Impfprogramme seit Beginn der Pandemie gestoppt, wie die Nichtregierungsorganisation Save the Children mitteilt. Außerdem seien viele Familien zurückhaltender mit dem Impfen ihrer Kinder geworden, da sie sich vor einer Corona-Ansteckung beim Arztbesuch fürchten.
Kinder in Krisenregionen werden einem Bericht zufolge mittlerweile deutlich zu wenig gegen Krankheiten wie Masern, Polio, Cholera oder Gelbfieber geimpft, für die eigentlich bewährte und sichere Impfstoffe existieren. Langanhaltende Konflikte und die Corona-Krise führten dazu, dass hart erarbeiteter Fortschritt im Kampf gegen diese Krankheiten gefährdet werde, heißt es.