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20210102013048

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht klar gegen die erneute Schließung von Grenzen innerhalb der Europäischen Union aus.

08:38
30.10.2020
Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte gestern Abend nach dreistündigen Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs, dass sich Merkel für eine koordinierte Bekämpfung der Corona-Pandemie in Europa eingesetzt habe: "Gerade für Deutschland als Land in der Mitte Europas ist es wichtig, dass die Grenzen offen bleiben, dass es einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf gibt und dass wir gemeinsam die Pandemie bekämpfen."
Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatten zahlreiche EU-Länder ihre Grenzen ohne Absprachen geschlossen. Auch jetzt gibt es bereits wieder einseitige Einreisebeschränkungen. 

Charles Michel (oben), Präsident des Europäischen Rates, während eines EU-Videogipfels der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten. Foto: Olivier Hoslet/EPA/AP/dpa

Im Kampf gegen die Pandemie sind nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem Lockdown im Frühjahr manche Maßnahmen womöglich zu früh gelockert worden.

08:30
30.10.2020
"Wir haben Folgendes gelernt: Nachdem die erste Welle abgeebbt ist, haben wir natürlich im Sommer die Maßnahmen etwas gelockert, wohl auch zu schnell gelockert, und das geht aber nicht nur um die Reisen", sagt die CDU-Politikerin. Sie antwortete auf eine Journalistinnenfrage, ob es im Rückblick ein Fehler gewesen sei, die Wiederaufnahme des Tourismus im Sommer zuzulassen. 
Es gebe viele Variablen, die ausschlaggebend seien, um das Virus in Schach zu halten, so von der Leyen weiter. "Und wir müssen dabei immer bedenken, dass wir das Virus bekämpfen müssen, seine Ausbreitung einschränken müssen, bis wir in der Bevölkerung durch die Impfung genügend Immunität aufgebaut haben. Das heißt, da müssen wir sehr vorsichtig sein, wenn es darum geht, Maßnahmen wieder aufzuheben", erklärt sie.