Letztes Update:
20210102013048

15:41
29.10.2020
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bezeichnet Nothilfen für die von den harten Beschränkungen im November betroffenen Firmen als "Gebot der gesamtstaatlichen Solidarität". Dem CDU-Politiker zufolge werde bei den Hilfen nicht gekleckert, sondern geklotzt, damit Firmen mit der Situation fertig werden. Deutschland stehe vor einer großen nationalen Kraftanstrengung, sagte er mit Blick auf hohe Infektionszahlen.
Anders als im Frühjahr seien diesmal Industrie und Einzelhandel nicht betroffen - im Frühjahr mussten etwa Autofabriken ihre Produktion stoppen, weil internationale Lieferketten unterbrochen waren. Für den Einzelhandel aber gelten im November Auflagen. Branchen wie die Gastronomie aber, in denen viele Kontakte stattfinden, habe die Politik Beschränkungen nicht ersparen können, so Altmaier.

15:12
29.10.2020
Die Ärzte in den Gesundheitsämtern begrüßen den ab Montag geplanten Teil-Lockdown. "Die jetzt beschlossenen Maßnahmen für den November schaffen die dringend nötige Entlastung für die Gesundheitsämter, weil die Zahl der Kontakte deutlich heruntergehen wird", sagt die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD), Ute Teichert, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Gesundheitsämter seien zuletzt nicht mehr flächendeckend in der Lage gewesen, alle Kontakte nachzuverfolgen.
Teichert forderte zugleich, die Ämter mit dem nötigen Personal auszustatten. "Dazu gehört, den Einsatz von Hilfskräften etwa aus der Bundeswehr zu verstetigen und nicht etwa den Fehler zu begehen, sie in den kommenden Wochen wieder abzuziehen." Außerdem müsse die Digitalisierung vorangetrieben werden.

Foto: Alexei Druzhinin/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

14:56
29.10.2020
Trotz massiv steigender Corona-Zahlen in Russland sieht Kremlchef Wladimir Putin keinen Grund für einen landesweiten Lockdown. "Wir planen keine totalen Einschränkungen, da die Wirtschaft und die Geschäfte dabei im Grunde genommen komplett lahmgelegt würden", sagt der Präsident bei einem im Staatsfernsehen übertragenen Wirtschaftsforum. "Trotz der schwierigen epidemiologischen Situation sind wir jetzt viel besser (...) gewappnet." Er verwies dabei auf die Erfahrungen des Gesundheitswesens seit Beginn der Pandemie im Frühjahr. Am Donnerstag registrierten die Behörden 17.717 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.