Letztes Update:
20210102013048

18:24
28.10.2020
Carolin Kebekus, Luke Mockridge, die Band Die Ärzte, Peter Maffay und andere Comedy- und Musikstars fordern ein Hilfsprogramm für die Veranstaltungsbranche. Ihr am Mittwoch veröffentlichter Offener Brief richtet sich unter anderem an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Kaum eine Branche habe seit Beginn der Pandemie härter an Hygienekonzepten gearbeitet als der Kultursektor, schreiben die Künstler. Der politische Dank für diese konstruktive Haltung sei jedoch ausgeblieben.
Kulturschaffende fielen in den meisten Fällen durch das Raster der Hilfsmaßnahmen, argumentieren sie. Es nütze Künstlern zum Beispiel nichts, wenn der Staat Büromiete erstatte - denn diese falle bei ihnen meist gar nicht an. Was ihre Existenz bedrohe, seien private Ausgaben wie Wohnungsmieten und Krankenversicherungsbeiträge. Die Comedians, Kabarettisten und Musiker fordern stattdessen Szenarien, um den Kulturbetrieb wieder in Gang zu setzen.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

18:20
28.10.2020
Kulturstaatsministerin Monika Grütters will mit Blick auf die bevorstehenden Schließungen massive Hilfen auch für die Kulturszene. "Es geht für die Branche um Leben und Tod", so die CDU-Politikerin in der Bild-Zeitung. "Die Künstler und Kreativen haben sich in der ganzen Krise ungeheuer fair verhalten, obwohl es an ihren Lebensnerv geht."
Grütters spricht sich für Hilfen wie in anderen Branchen aus. Sie spricht von "mehr als 1,5 Millionen Menschen, die mehr als 100 Milliarden zum Bruttoinlandsprodukt an Wertschöpfung beitragen". Es müsse über ganz andere Hilfsstrukturen geredet werden.