Letztes Update:
20210102013048

14:32
28.10.2020
Der Jazzmusiker Till Brönner (49) ruft die Politik zu nachhaltiger Hilfe für die Veranstaltungs- und Kulturbranche auf. "Das Land steht kulturell still und die beweglichsten und ehrlichsten tretet ihr mit den Füßen, wenn ihr nicht handelt", so der Trompeter und Fotograf in einem bei Facebook und Instagram veröffentlichten Videoaufruf. In Show und Kultur seien mit 1,5 Millionen mehr Menschen beschäftigt als bei den Autobauern, die Branche erwirtschafte jedes Jahr rund 130 Milliarden Euro.
Vor Corona seien die Musiker weder arbeitslos gewesen noch hätten sie ein Nachfrageproblem gehabt - im Gegensatz zu anderen Branchen, die durch "Schläfrigkeit oder Gier" in Schieflage geraten seien. Der Ruf der Unterhaltungsindustrie nach Hilfen der Kulturstaatsministerin sei zu kurz gedacht. Gefordert seien das Wirtschafts-, Arbeits- und Finanzministerium, sagte Brönner. "Es geht um Geld, viel Geld."
Nicht nur Musiker, auch Tontechniker, Beleuchter oder Busfahrer seien betroffen. "Wir sind keine Minderheit."

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

14:20
28.10.2020
Eine Schließung von Kinos wäre aus Sicht der Cineplex-Gruppe unverhältnismäßig. "Wir sehen uns als Bauernopfer", so Cineplex- Geschäftsführer Kim Ludolf Koch. Es gebe bislang weltweit keinen  belegbaren Ansteckungsfall in einem Kino. "Wir werden für etwas zur Mitverantwortung gezogen, für das wir nichts können."
Abgesehen von den Verlusten im Falle einer gut einmonatigen Schließung werde es nach einer Wiedereröffnung dann noch mehrere Wochen dauern, ehe geplante neue Filme an den Start gingen, so Koch. Somit werde die Durststrecke für Kinos besonders lang. Die Branche sei dann auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

14:09
28.10.2020
Für Verdienstausfälle in der Pandemie sollen teils neue Regeln kommen. So sollen nach einem Beschluss des Bundeskabinetts Entschädigungsansprüche für Eltern bis März 2021 verlängert werden. Diese sollen außerdem auch dann bestehen, wenn einzelne Kinder zu Hause betreut werden müssen, weil sie vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt sind.
Wer eine "vermeidbare Reise" in ausländische Risikogebiete macht, soll dagegen nach der Rückkehr für die Zeit der vorgeschriebenen Quarantäne keine Verdienstausfallentschädigung mehr bekommen.  Ausgenommen sein sollen "außergewöhnliche Umstände", etwa die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger.