Der Jazzmusiker Till Brönner (49) ruft die Politik zu nachhaltiger Hilfe für die Veranstaltungs- und Kulturbranche auf. "Das Land steht kulturell still und die beweglichsten und ehrlichsten tretet ihr mit den Füßen, wenn ihr nicht handelt", so der Trompeter und Fotograf in einem bei Facebook und Instagram veröffentlichten Videoaufruf. In Show und Kultur seien mit 1,5 Millionen mehr Menschen beschäftigt als bei den Autobauern, die Branche erwirtschafte jedes Jahr rund 130 Milliarden Euro.
Vor Corona seien die Musiker weder arbeitslos gewesen noch hätten sie ein Nachfrageproblem gehabt - im Gegensatz zu anderen Branchen, die durch "Schläfrigkeit oder Gier" in Schieflage geraten seien. Der Ruf der Unterhaltungsindustrie nach Hilfen der Kulturstaatsministerin sei zu kurz gedacht. Gefordert seien das Wirtschafts-, Arbeits- und Finanzministerium, sagte Brönner. "Es geht um Geld, viel Geld."
Nicht nur Musiker, auch Tontechniker, Beleuchter oder Busfahrer seien betroffen. "Wir sind keine Minderheit."