Die kulturelle Vertretung der zweitgrößten indigenen Gruppe Panamas hat das Tragen von Schutzmasken verboten. Der Mund- und Nasenschutz sei "keine Sitte unseres Volkes", entschied der Generalkongress der etwa 34.000 Angehörigen der Guna-Yala-Ethnie. Damit wird nicht nur die Pflicht zum Maskentragen in Schulen aufgehoben, Regierungsbeamten ist es sogar verboten, Masken zu tragen, wenn sie das Gebiet der Guna Yala betreten.
Indigene Gebiete in Panama genießen zwar Autonomie, es war jedoch unklar, welche Wirkung das Votum haben wird. Die Regierung Panamas erklärt, eine kulturelle Indigenen-Vertretung sei nicht befugt, über Gesundheitsfragen zu entscheiden. Das falle in die Kompetenz des Regionalparlaments für das Gebiet.