Letztes Update:
20210102013048

23:07
21.10.2020
EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat vor den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie gewarnt. "Die sozialen Folgen werden tiefgreifend sein und Narben hinterlassen", so der Italiener während einer Debatte im Europäischen Parlament in Brüssel. Die Folgen der Corona-Krise sind Gentiloni zufolge größer als nach der Finanzkrise 2009. Im Jahr 2020 gebe es im Euro-Währungsraum dem Internationalen Währungsfonds zufolge einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 8,3 Prozent. Im Vergleich dazu habe es nach der Finanzkrise 2009 einen Einbruch von 4,1 Prozent gegeben.
Gentiloni sagte, dass nicht nur die Arbeitslosenzahlen in die Höhe gehen, sondern dass auch die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse zunehmen werde. Er zeigte sich zudem besorgt über schlechtere berufliche Aussichten für weniger gut ausgebildete Jugendliche.

22:02
21.10.2020
Die US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Notenbank Fed weiter von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die wirtschaftliche Aktivität habe in allen Distrikten zugelegt, heißt es in dem Konjunkturbericht der Fed (Beige Book). Die Wirtschaft sei "leicht bis mäßig" gewachsen. Die Entwicklung in den verschiedenen Branchen sei jedoch sehr unterschiedlich.
So habe das Wachstum in der Industrie mit einem moderaten Tempo zugelegt, heißt es in dem Bericht. Am Immobilienmarkt sei die Nachfrage nach neuen und bestehenden Häusern stetig. Die Nachfrage nach Hypothekenkrediten sei gestiegen. Das Wachstum der Konsumnachfrage bleibe positiv, flache sich aber in einigen Distrikten ab, schreibt die Fed. Nachdem das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal eingebrochen war, erwarten Experten im dritten Quartal ein sehr starkes Wirtschaftswachstum. Die Unsicherheit für die weitere Entwicklung bleibt aber groß.

19:54
21.10.2020
In Litauen hat die Regierung nach Einführung einer Corona-Ampel zwölf Kommunen unter lokale Quarantäne gestellt. In den betroffenen Selbstverwaltungen gelten von kommendem Montag an bis 9. November besondere Schutzvorschriften. Die Maßnahmen umfassen etwa eine Begrenzung der Anzahl der Fahrgäste im Personennahverkehr und eine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen für alle Personen, die älter als sechs Jahre sind. Staatliche Institutionen und Unternehmen wurden angewiesen, ganz oder teilweise auf Fernarbeit umzusteigen. 
Die Corona-Ampel wurde von der Regierung in Vilnius beschlossen. Grund dafür sind steigende tägliche Infektionszahlen in dem baltischen EU-Land mit knapp drei Millionen Einwohnern, die in diesem Monat bereits vier Mal einen neuen Höchststand erreicht haben.