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Grundschulkinder im westjapanischen Nara. Foto: Kyodo/dpa

08:12
21.10.2020
Corona hat den Geburtenrückgang in Japan verschärft. Gerade im Zuge der Pandemie seien in den vergangenen Monaten viel weniger Frauen schwanger geworden als im Vorjahreszeitraum, weswegen im nächsten Jahr deutlich weniger Babys zur Welt kommen könnten, teilt das Gesundheitsministerium mit. Viele Paare hätten offenbar aus wirtschaftlichen Gründen Nachwuchspläne auf Eis gelegt, zumal die Pandemie die Beschäftigungslage verschärfe.
Den Angaben zufolge sank die Zahl der Schwangerschaften zwischen Mai und Juli um 11,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019. Damit droht sich die rapide Überalterung der Gesellschaft weiter zu verschärfen. Kein anderes Industrieland der Welt altert angesichts sinkender Geburtenraten so schnell wie Japan.

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

07:58
21.10.2020
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil warnt angesichts wachsender Ausgaben für Corona-Tests vor Beitragssteigerungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Zu erwarten seien "knackige Beitragserhöhungen" im kommenden Jahr, sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". "Jetzt kommt ein richtiger Griff in die Kassen, das hält das System nicht aus." Er lehnt Pläne der Bundesregierung ab, die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen von acht Milliarden Euro für die Bewältigung der Corona-Kosten heranzuziehen.
Würden die Rücklagen aufgebraucht, könnten viele gesetzliche Krankenkassen in die roten Zahlen rutschen und die Zusatzbeiträge am Ende daher deutlich stärker steigen. Zudem komme der dickste Kostenbrocken erst noch: "Wenn es gut geht, wird im nächsten Jahr eine umfassende Impfwelle durch Deutschland gehen, die sehr viel Geld kosten wird."