Letztes Update:
20210102013048

08:27
17.10.2020
Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa gelten seit Mitternacht Reisewarnungen für weitere Regionen in 15 EU-Ländern. Die Niederlande, das französische Festland, Malta und die Slowakei sind nun ganz Corona-Risikogebiete, für die das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen warnt. Erstmals stehen mit Kampanien und Ligurien beliebte Touristenregionen in Italien sowie fünf Gebiete in Polen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf der Risikoliste. Hinzu kommen acht Kantone der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn.

Foto: Stefanie Loos/AFP POOL/dpa

08:07
17.10.2020
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt mit Blick auf die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten vor einem "Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland". "Das ist hochgefährlich", sagt der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Wenn keine Nachverfolgung der Infektionen mehr möglich ist, so wie in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Tschechien, muss man die Kontakte generell begrenzen. Das geht nur mit einem Lockdown oder ähnlichen strikten Maßnahmen."

07:26
17.10.2020
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagt der dpa, nur etwas über zehn Prozent der Fälle in Berlin seien Ausbrüchen zuzuordnen, bei rund 90 Prozent hingegen sei die Infektionsquelle nicht eindeutig festzustellen. "Wir haben eine sehr breite Streuung." Die Senatorin erklärt das Auftauchen vermeintlich unklarer Einzelfälle allerdings auch mit Berichten von Amtsärzten, wonach generell die Kooperationsbereitschaft von Infizierten abnehme.
Kalayci widerspricht auch der Vorstellung, dass die aktuelle Zunahme der Infektionen in der Stadt vor allem auf vermehrtes Testen zurückgeht. Die Rate der positiven Tests sei in Berlin - nach Werten von unter einem Prozent im Sommer - auf rund vier Prozent gestiegen. "In den Bezirken, in denen besonders viele Kontaktpersonen getestet wurden, da sind wir sogar bei 8 Prozent", sagt sie.