Letztes Update:
20210102013048

11:37
15.10.2020
Angesichts steigender Infektionszahlen in Europa spricht sich das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO für eine zielgerichtete Ausweitung der Corona-Maßnahmen aus. Die Reaktionen auf die wachsenden Fallzahlen müssten an die nationalen und subnationalen Gegebenheiten angepasst werden, sagt WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. "Aber ganz allgemein ist es Zeit, um die restrikten Maßnahmen zu verstärken - mit Lockdowns als allerletztem Ausweg."
Regierungen sollten sich nicht mit relativ kleinen Maßnahmen zurückhalten, um so größere Beschränkungen wie im Frühjahr zu vermeiden. "Eine Menge liegt in unseren Händen - in den Händen der Regierungen und der Menschen." Es müsse unter anderem alles dafür getan werden, dass Schulen offen bleiben könnten.

11:24
15.10.2020
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sieht die neu aufgestellten Corona-Regelungen der Bund-Länder-Runde als unzureichend an. "In den kommenden Tagen und Wochen kann die Eindämmung der Pandemie nur noch dann gelingen, wenn die Bundesländer verpflichtende und einheitliche Schutzmaßnahmen vereinbaren und durchsetzen", sagt der Präsident der Leopoldina, Gerald Haug, in Halle. Dazu gehöre, bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tagen strengere Maßnahmen verpflichtend einzuführen. Bislang sei dies als Empfehlung formuliert. 
Ziel sei, einen erneuten Lockdown zu verhindern. "Nur so wird das Vertrauen in die politischen Entscheidungen und die Einsicht in die Notwendigkeit der Maßnahmen gestärkt", teilt die Leopoldina mit. 

11:50
15.10.2020
UPDATE | Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigt die Regierung nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten. "Wir werden also in den Herbstferien kein solches Verbot mehr haben", sagt Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Zugleich appelliert sie, sich an die Regeln zu halten.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte schon gestern gesagt, dass er das Verbot nicht für angemessen hält. In Sachsen galt es seit Juni. Es sei nicht verhältnismäßig, da "werden Menschen getroffen, die nichts mit Krankheit zu tun haben", ergänzt er heute.