Angesichts steigender Infektionszahlen in Europa spricht sich das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO für eine zielgerichtete Ausweitung der Corona-Maßnahmen aus. Die Reaktionen auf die wachsenden Fallzahlen müssten an die nationalen und subnationalen Gegebenheiten angepasst werden, sagt WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. "Aber ganz allgemein ist es Zeit, um die restrikten Maßnahmen zu verstärken - mit Lockdowns als allerletztem Ausweg."
Regierungen sollten sich nicht mit relativ kleinen Maßnahmen zurückhalten, um so größere Beschränkungen wie im Frühjahr zu vermeiden. "Eine Menge liegt in unseren Händen - in den Händen der Regierungen und der Menschen." Es müsse unter anderem alles dafür getan werden, dass Schulen offen bleiben könnten.