Letztes Update:
20210102013048

10:36
06.10.2020
Aus Sicht des Direktors am Institut für Epidemiologie an der Charité Berlin, Professor Stefan Willich, fehlt für die statistische Einschätzung der Corona-Zahlen ein "vernünftiger Bezugsrahmen". Vor fünf Monaten sei der Schwellenwert von 50 sogenannten Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner definiert worden. "Das schien damals präzise, war aber eigentlich immer nur ein grober Anhaltspunkt", sagt Willich im RBB-Inforadio. Jetzt werde mehr getestet als im Frühjahr. "Das heißt, allein wegen der Anzahl der Testung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hier diese Zahl mal überschreitet. Dann gibt es keinen vernünftigen Bezugsrahmen." 
Nach den Worten Willichs müssten sich die Zahlen beziehen auf repräsentative Stichproben, die jetzt erst beginnen. "Ich denke, das wird in den nächsten Wochen auch auf der Basis von neuen Stichproben und Erhebungen noch einmal anders definiert werden müssen", sagt Willich. 

10:13
06.10.2020
Mit einer Warnung vor zynischen Politikern reagiert der Chef der Europäischen Volkspartei, Donald Tusk, auf einen Tweet von US-Präsident Donald Trump. "Haben Sie keine Angst vor Covid-19. Haben Sie Angst vor zynischen mächtigen Leuten, die Lügen darüber verbreiten. Lassen Sie sie nicht ihr Leben dominieren", schreibt der ehemalige EU-Ratspräsident und frühere polnische Ministerpräsident Tusk auf Twitter.

09:40
06.10.2020
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer steigenden Corona-Müdigkeit. Mehrere Länder Europas berichten davon, dass die Menschen von der Pandemie allmählich genug hätten, teilt WHO-Regionaldirektor Hans Kluge mit. Seit der Ankunft des Virus in der Region hätten die Bürger riesige Opfer zur Eindämmung von Corona gebracht. Unter solchen Bedingungen sei es ganz natürlich, dass man sich demotiviert fühle und eine gewisse Müdigkeit verspüre. Dennoch glaube er, dass es möglich sei, die Bemühungen gegen die Herausforderungen wiederzubeleben, die Covid-19 mit sich bringe.