Letztes Update:
20210102013048

16:15
01.10.2020
Falsche Namensangaben in Corona-Gästelisten kosten in Bayern künftig bis zu 250 Euro Bußgeld. Das hat das Kabinett heute in München beschlossen. Jedoch werden nicht nur Gäste für den schlechten Scherz zur Kasse gebeten: Gastronomen, Hotelbetreiber und Veranstalter sind verpflichtet, die Namenslisten sorgfältig zu führen, andernfalls droht ihnen ein Bußgeld von 1000 Euro. Das Bußgeld geht auf einen Beschluss von Bund und Ländern aus dieser Woche zurück, wonach mindestens ein Betrag von 50 Euro fällig wird, wenn jemand einen falschen Namen in einer Liste einträgt.
Schleswig-Holstein hatte erklärt, dass bewusste Falschangaben auf Gästelisten in Restaurants oder anderen Gastwirtschaften mit 1000 Euro geahndet werden sollen. In Nordrhein-Westfalen werden 250 Euro fällig.

"Sie können es nicht bewältigen, wir sterben." - Proteste gegen die Gesundheitspolitik der türkischen Regierung. Archivbild: Emrah Gurel/AP/dpa

15:29
01.10.2020
Die türkische Ärztevereinigung äußert scharfe Kritik an der Erfassung von offiziellen Corona-Fällen im Land. "Die Regierung hat in Sachen Transparenz versagt und manipuliert Covid-19-Statistiken", so Sinan Adiyaman von der Ärztevereinigung. Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte gestern Abend gesagt, seit dem 29. Juli veröffentliche man täglich die Zahl der Corona-Kranken. Kranke seien Menschen mit Symptomen.
Koca habe damit zugegeben, nur Patienten mit Symptomen in die Fallzahlen aufzunehmen, sagt Adiyaman. "Das ist die Anerkennung von dem, was Ärzte seit Monaten sagen." Die Ärztevereinigung hatte die offiziellen Zahlen in der Vergangenheit immer wieder kritisiert und geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt.

Foto: Leszek Szymanski/PAP/dpa