Nach tagelangem Streit über die richtigen Maßnahmen zur Bekämpfung der sich schnell erhöhenden Corona-Zahlen in Madrid zeichnet sich eine mögliche Lösung ab. Das Gesundheitsministerium und die Gesundheitsbehörde der Stadt hätten sich grundsätzlich auf die von der Zentralregierung geforderte weitgehende Abriegelung der Stadt geeinigt, wenn die dafür definierten Kriterien auch für alle anderen spanischen Großstädte gelten würden, so Gesundheitsminister Salvador Illa.
Der Kompromissvorschlag sieht vor, dass Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und der sozialen Kontakte ergriffen werden, wenn in einer Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern die 14-Tage-Inzidenz über 500 Neuinfektionen liegt, mindestens 10 Prozent aller Tests positiv ausfallen und die Betten auf Intensivstationen zu mehr als 35 Prozent mit Corona-Patienten belegt sind.