Der Umgang der österreichischen Regierung mit der Corona-Ausbreitung im Skiort Ischgl hat erste Schadenersatz-Klagen zur Folge. Vier Musterklagen von Menschen, die sich im März in dem Tiroler Ort angesteckt haben, liegen seit dieser Woche beim Landgericht Wien, wie das Gericht bestätigt. Bei den Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich geht es nach Angaben von Verbraucherschützer Peter Kolba um verschiedene Summen von bis zu 100.000 Euro, unter anderem für Schmerzensgeld und Kostenerstattung. Außerdem soll die Haftung für Folgeschäden geklärt werden.
Unter den Muster-Fällen sind drei Deutsche sowie ein Österreicher, der nach dem Skiurlaub im April an Covid-19 starb. Die drei anderen, unter ihnen ein Geschäftsreisender aus München, waren teils schwer erkrankt und könnten Dauerschäden behalten, hieß es. "Es sind nur die ersten Klagen, weitere werden folgen", kündigt Kolba an.