Letztes Update:
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Foto: Clara Margais/dpa

11:04
13.09.2020
Böses Erwachen für jene Deutsche, die vielleicht schon von Herbstferien auf Mallorca geträumt hatten. Und ein harter Rückschlag für die spanische Urlaubsinsel im Kampf gegen Corona und ums Überleben von Tourismus und Gastronomie: Am Wochenende kam eine Informatik-Panne ans Licht, wegen der seit Tagen für die Balearen sehr niedrige Infektionszahlen gemeldet worden waren. Diese hatten die Hoffnung geweckt, Deutschland werde bald die Reisewarnung für die Region aufheben. Man hoffte auch auf eine Ende der britischen Restriktionen. Von wegen: Ein Bericht in der Onlineausgabe der "Mallorca Zeitung" ließ alle Träume und Hoffnungen jäh platzen.
Unter Berufung auf Eugenia Carandell, Direktorin im balearischen Gesundheitsministerium, berichtete das Wochenblatt, die Region habe zuletzt in Wirklichkeit 120 bis 170 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet. Und nicht zwischen 30 und 45, wie die ganze Woche lang wegen eines "Informatikfehlers bei der Datenübertragung" in Madrid irrtümlich gemeldet worden sei. Die Grenze von 50 ist ein entscheidendes Kriterium für die Bundesregierung in Berlin, eine Region oder ein Land als Risikogebiet einzustufen oder die Einschätzung auch wieder aufzuheben.

08:58
13.09.2020
Trotz der steigenden Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist die Zahl der Intensivpatienten in der Berliner Charité überschaubar. "Wir haben aktuell zehn Patienten in unseren Intensivstationen", sagte der Vorstandschef von Deutschlands größter Uni-Klinik, Heyo Kroemer, der "Berliner Morgenpost". "Diese zehn Patienten sind aber alle schon seit der ersten Infektionswelle bei uns. Wir sehen bisher keine neuen Intensivfälle." Die gängigste Erklärung sei, dass die Neuinfizierten im Durchschnitt jünger seien als in der ersten Welle. "Ein weiteres Argument könnte sein, dass es inzwischen mehr Erfahrungen gibt, wie Corona-Patienten zu behandeln sind", sagte Kroemer. «Die älteren Menschen sind offenbar durch konsequentes Maskentragen und Kontaktvermeidung besser geschützt als im Frühjahr».