Letztes Update:
20210102013048

06:51
13.09.2020
Die Corona-Krise bewirkt nach Ansicht des Zukunftsforschers Horst W. Opaschowski eine Rückbesinnung auf Ehe und Familie. "Von einem Niedergang der Familie als Lebensform kann in Corona-Zeiten keine Rede mehr sein", sagte Opaschowski (79) der Deutschen Presse-Agentur. Es deute sich eine Trendwende an. In repräsentativen Umfragen sei der Anteil der Befragten, die sich nach der "Ehe mit Trauschein und Kindern" sehnten, seit 2013 Jahr für Jahr gesunken, und zwar von 75 auf 63 Prozent Anfang 2019. Im März 2020 seien es wider Erwarten 64 Prozent gewesen.
In Deutschland leben nach Angaben von Opaschowski 18 Millionen Menschen in Ein-Personen-Haushalten, gewollt oder ungewollt. 1991 seien es erst zwölf Millionen gewesen. In Krisenzeiten fühlten sich Singles in ihren eigenen vier Wänden alleingelassen. Das sogenannte Social Distancing (räumliche Abstandhalten) in der Öffentlichkeit verstärke dieses Gefühl. Familienleben biete dagegen nicht nur Beziehungsreichtum, sondern auch gegenseitige Hilfe. 

04:33
13.09.2020
Ob Putzmittel, Hundefutter oder Plastikboxen: Firmen, die ihre Waren direkt an den Kunden verkaufen, haben ihre Geschäftserwartungen in Coronazeiten heruntergeschraubt. Die Direktvertriebsbranche rechnet aber damit, 2020 den Vorjahresumsatz zumindest halten zu können, wie aus einer Studie der Universität Mannheim im Auftrag des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) hervorgeht. 2019 lag der Branchenumsatz bei 18,6 Milliarden Euro. Ursprünglich hatten die Firmen ein Plus von 7 Prozent erwartet.

Der Direktvertrieb widersetze sich dem starken Abwärtstrend anderer Wirtschaftszweige, heißt es in der Studie. Sollten sich die Prognosen der Unternehmen bestätigen, käme die seit Jahren auf Wachstumspfad befindliche Branche mit einem blauen Auge davon.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

04:04
13.09.2020
Die FDP grenzt sich von Demonstranten ab, die gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie protestieren. "Wer an der Seite mit Menschen demonstriert, die fahrlässig auf Masken und Abstand verzichten und Reichskriegsflaggen schwenken, der gehört nicht zur Zielgruppe", sagt Parteichef Christian Lindner der Welt am Sonntag. Am Samstag waren in mehreren Städten Tausende auf die Straße gegangen, allein in München zählte die Polizei rund 10.000 Teilnehmer.