Letztes Update:
20210102013048

13:21
12.09.2020
In mehreren deutschen Städten demonstrieren heute erneut Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen. In München sind doppelt so viele Teilnehmer gekommen wie von den Veranstaltern angekündigt. "Wir gehen derzeit von 10.000 Teilnehmern aus", sagt eine Sprecherin der Polizei. Die Hauptkundgebung auf der Theresienwiese musste knapp eine Stunde nach Beginn unterbrochen werden, weil Abstandsregeln nicht eingehalten wurden und Teilnehmer keine Masken trugen. Auch an dem vorangegangenen Demonstrationszug durch die Innenstadt hatten deutlich mehr Menschen teilgenommen als zugelassen waren. Nach Polizeiangaben waren es in der Spitze 3000 statt der erlaubten 500. Weil die Zahl so deutlich überschritten worden sei und viele Teilnehmer keine Maske getragen hätten, hatte die Polizei den Zug gestoppt. Kurz darauf brachen die Veranstalter den Zug ab und baten die Teilnehmer, sich zur Hauptkundgebung zu versammeln.
Bei der Demonstration in Hannover zählte die Polizei etwa 1100 Teilnehmer. Parallel finden Gegendemonstrationen der Linken Jugend und des Deutschen Gewerkschaftsbunds statt. Auch in Wiesbaden startete am Nachmittag eine Protestaktion. Sie ist nach Angaben der Stadt für bis zu 3000 Personen angemeldet worden. Die Polizei rechnet mit mit einer Teilnehmerzahl im hohen dreistelligen Bereich.

11:31
12.09.2020
Der Trend zunehmender Corona-Infektionszahlen in Tschechien hält ungebrochen an. Am Freitag kamen 1447 bestätigte Fälle hinzu, mehr als je zuvor an einem Tag. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag heute bekannt. Es gab mehr als 12.200 aktive Fälle. Seit Beginn der Pandemie starben 450 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.
Die deutsche Bundesregierung hatte die besonders betroffene Hauptstadtregion Prag am Mittwoch zum Risikogebiet erklärt und vor Reisen dorthin gewarnt. Wer aus einem Risikogebiet einreisen will, muss sich testen lassen. Das hat in Tschechien nach Medienberichten zu einem Ansturm auf die Corona-Testzentren geführt. Mancherorts sei die Kapazität bereits ausgeschöpft.

09:46
12.09.2020
Die italienische Ferieninsel Sardinien verschärft wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag ihre Einreisebestimmungen. Ankommende Passagiere sind "aufgerufen", einen negativen Corona-Test vorzuweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Das geht aus einer neuen Verordnung hervor, die der Präsident der Region, Christian Solinas, am Freitagabend unterzeichnete. Alternativ können Einreisende auch online erklären, selbst einen Corona-Schnelltest mit negativem Ergebnis durchgeführt zu haben
Am Freitag meldete Sardinien 65 neue Fälle und die Gesamtzahl von aktuell 1337 Infizierten. Unter anderem waren im Nachtlokal des ehemaligen Formel-1-Managers Flavio Briatore im Badeort Porto Cervo auf der Insel Ende August etwa 60 Corona-Fälle gemeldet worden.