Letztes Update:
20210102013048

16:49
10.09.2020
Trotz großer Belastungen für die Staatskasse durch die Corona-Krise sollen Familien und Steuerzahler im kommenden Jahr finanziell wie geplant entlastet werden. Heute hat der Bundestag zum ersten Mal über das sogenannte Familienentlastungsgesetz beraten. Es sieht eine Erhöhung des Kindergeldes ab Januar um 15 auf 219 Euro für das erste und zweite Kind vor. Zudem sind höhere Freibeträge zur steuerlichen Entlastung geplant.
Man gebe erhebliche Steuereinnahmen an die Bürger zurück, trotz der Corona-Situation, sagt die CDU-Politikerin Antje Tillmann in der Debatte. Die Opposition kritisiert die Entlastungen als zu gering. Die Kindergelderhöhung sei ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt die Linken-Abgeordnete Katrin Werner.

15:03
10.09.2020
Der Medizintechnik-Hersteller Dräger hat einen Großauftrag des Bundes zur Lieferung von 10.000 Beatmungsgeräten einvernehmlich gestoppt. Unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der Entwicklung der Pandemie in Deutschland und anderen Ländern hätten Dräger und die Bundesregierung im Grundsatz vereinbart, dass über die bereits gelieferten 1557 hinaus keine weiteren Geräte mehr geliefert werden, teilt das Lübecker Unternehmen mit. Die Kosten für die Bereitstellung der Fertigungskapazität übernehme die Bundesregierung. Die nunmehr freiwerdenden Kapazitäten ermöglichten Dräger die Belieferung von anderen wichtigen Märkten außerhalb Deutschlands.

Foto: Dan Himbrechts/AAP/dpa/Archiv

13:51
10.09.2020
Der britische-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen vielversprechenden Impfstoff offenbar nicht zum ersten Mal gestoppt. Bereits im Juli sind der Nachrichten-Website "Statnews" zufolge Tests mit dem Vakzin unterbrochen worden, als ein Teilnehmer neurologische Symptome zeigte. Damals wurde aber eine Multiple Sklerose diagnostiziert und ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen, wie Konzernchef Pascal Soriot laut "Statnews" Investoren bei einer Videokonferenz sagte. 
AstraZeneca war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Pharmakonzern hatte gestern erklärt, dass die Studie mit dem aussichtsreichen Vakzin gestoppt werden muss - aber nicht den früheren Fall erwähnt. Bei dem aktuellen Vorfall geht es um eine Frau in Großbritannien, die der Nachrichten-Website zufolge tatsächlich den Impfstoff und kein Placebo erhalten hatte. Sie hatte Symptome ähnlich einer Transversen Myelitis gezeigt, einer Entzündung des Rückenmarks. Ihr soll es inzwischen besser gehen.