Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Pandemie im zweiten Quartal 2020 ein großes Loch in die kommunalen Haushalte gerissen. Die Einnahmen aus Gewerbesteuern lagen von April bis Juni bei insgesamt 1,96 Milliarden Euro und somit 43,5 Prozent unter denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das teilt das Statistische Landesamt NRW mit.
Zum Vergleich: Der durchschnittliche Einnahmebetrag der NRW-Kommunen aus Gewerbesteuern von 2015 bis 2019 lag bei etwa drei Milliarden Euro pro Quartal. Die höchsten Rückgänge der Gewerbesteuereinnahmen hatten Düsseldorf (minus 192,2 Millionen Euro) und Köln (minus 134,0 Millionen Euro) hinzunehmen. Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste Einnahmequelle der Städte und Gemeinden.