Letztes Update:
20210102013048

05:17
07.09.2020
Angesichts der Corona-Pandemie halten verschiedene Mediziner eine Grippeimpfung bei Kindern für sinnvoll. Auch nach Einschätzung des Infektiologen Prof. Bernd Salzberger spricht einiges dafür. Kinder im Schulalter litten zwar in der Regel nicht so stark unter einer Grippe. Zu bedenken sei aber, dass die Grippeviren in Schulen und Kindergärten oft grassieren. Und wenn das Kind sie dort aufschnappt, könnte es etwa Oma und Opa damit anstecken - bei denen die Krankheit womöglich schwerer verläuft. "Es können auch Corona und Grippe gleichzeitig auftreten und das ist keine gute Situation. Die Grippeimpfung nimmt einen kleinen Teil des Risikos im Winter weg", sagt Salzberger.

Foto: Arno Burgi/dpa

05:08
07.09.2020
Die Pandemie hat die Krankmeldungen nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse im ersten Halbjahr 2020 nicht auffällig steigen lassen. Unter ihren 5,3 Millionen versicherten Arbeitnehmern lag der Krankenstand als Anteil der Fehltage an allen Arbeitstagen bei 4,4 Prozent - nach 4,3 Prozent im Vorjahreszeitraum und 4,5 Prozent im ersten Halbjahr 2018. Die Diagnose Covid-19 spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Im März war sie demnach für 0,3 Prozent des gesamten Krankenstandes verantwortlich, im April stieg der Anteil etwas auf 0,7 Prozent und sank bis Juni wieder auf 0,2 Prozent.

Vorstandschef Jens Baas sagt, "dass die Abstands- und Hygieneregeln offensichtlich Wirkung zeigen. Sie reduzieren ja nicht nur die Ansteckungsgefahr durch Covid-19, auch andere Erkältungs- und Infektionskrankheiten haben weniger Chancen, sich zu verbreiten." Zudem seien Sportverletzungen und Wegeunfälle zurückgegangen. Zugenommen hätten vor allem psychische Diagnosen, die im ersten Halbjahr 18,7 Prozent des gesamten Krankenstands ausmachten.