Letztes Update:
20210102013048

11:03
05.09.2020
Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat die anderen Bundesländer aufgefordert, Eltern eine Bildungs- und Betreuungsgarantie für ihre Kinder auch bei wieder steigenden Corona-Infektionszahlen zu geben. Die Familien dürften kein weiteres Mal eine Notsituation wie beim Lockdown fürchten müssen, sagte Stamp der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das Virus darf Familien nicht dauerhaft überfordern und Zukunftschancen unserer Kinder zerstören." Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) müssten diesen bundesweiten Konsens jetzt organisieren. Er sei bereit, sie dabei zu unterstützen.
"Eine solche bundesweite Bildungs- und Betreuungsgarantie muss auch auf die Tagesordnung des nächsten Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten", verlangte Stamp. Er wies darauf hin, dass er in Nordrhein-Westfalen den Familien eine solche Bildungs- und Betreuungsgarantie gebe.

10:15
05.09.2020
In der Debatte um zielgenauere Maßnahmen gegen das Coronavirus schlagen Patientenschützer weitere Vorkehrungen bei Tests vor. "Ohne Zweifel sind die derzeit 1,1 Million Corona-Tests pro Woche richtig und wichtig", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. So hätten zuletzt rund 8000 positive Ergebnisse nachgewiesen werden können, was es ermögliche, örtliche Infektionsgeschehen rasch zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten. "Jetzt gilt es, falsch positive Tests möglichst auszuschließen." Deshalb sollte eine zweite Überprüfung der Probe verbindlich werden.
"So gelingt es, unnötige Quarantäneanordnungen zu verhindern und die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu erhöhen", sagte Brysch. Zudem nehme es Kritikern den Wind aus den Segeln, die behaupteten, erst die Millionen Tests würden falsch-positive Ergebnisse produzieren. Falsch-positiv bedeutet, dass man ein positives Testergebnis bekommt, obwohl keine Infektion vorliegt.

Foto: Markus Schreiber/dpa

09:31
05.09.2020
Kanzlerin Merkel hat die Rolle der Gesundheitsämter bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gewürdigt. "Wenn unser Land bisher so verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen ist, wenn das Infektionsgeschehen nicht die Ausmaße erreicht hat, die wir in anderen Ländern beobachten mussten, dann hat das nicht zuletzt mit dem zu tun, was tagtäglich im Öffentlichen Gesundheitsdienst geleistet wird", sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft.  
Merkel sagte in ihrem Podcast, die Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hätten einen "großartigen Beitrag" im Kampf gegen die Pandemie geleistet. Jetzt gehe es darum, den Öffentlichen Gesundheitsdienst auch langfristig zu stärken. Im geplanten "Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" wolle man mehr Stellen schaffen und die technische Ausstattung weiter verbessern. Insbesondere schnelle digitale Kommunikationswege seien wichtig.