Die EU-Gesundheitsminister wollen die Vorbereitungen für die mögliche Zulassung eines Corona-Impfstoffes verstärken. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen, gebraucht werde dafür eine zusätzliche Finanzierung von bis zu 750 Millionen Euro. Eine große Mehrheit der EU-Staaten habe sich daher dafür ausgesprochen, das Impfstoffbudget zu erhöhen und nationale Beiträge zu leisten. Bisher seien im EU-Haushalt 2,15 Milliarden Euro dafür reserviert.
Spahn verwies darauf, dass nach einem ersten Vertragsabschluss mit dem Hersteller Astra Zeneca demnächst sieben weitere Verträge unterschriftsreif seien. Generell würden Unternehmen dabei unter anderem Preise für den Fall einer Zulassung zugesichert und Kosten für Entwicklung und Produktion vorfinanziert. Dabei werde Wert auf verschiedene Technologien und Zeitpläne gelegt, um nicht von einem Anbieter abhängig zu sein. Spahn betonte: "Wenn es einen Impfstoff gibt, soll für alle EU-Bürger gleichermaßen fair zugänglich sein."