Kremlchef Wladimir Putin hat die
frühe Zulassung des weltweit ersten Impfstoffes gegen das neue Coronavirus
verteidigt. "Wir haben das
in strikter Übereinstimmung mit dem russischen Recht getan", sagt der russische Präsident in einem Interview mit dem Fernsehsender
Rossija 1. "
Die russischen Gesetze stimmen voll und ganz mit der weltweiten Praxis und den in anderen Ländern verabschiedeten Vorschriften
überein." Der
russische Impfstoff mit dem Namen "
Sputnik-V"
wurde vor gut zwei Wochen für eine breite Anwendung in der Bevölkerung
zugelassen. Die
Genehmigung erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse sogenannter Phase-III-Studien.
Dieses Vorgehen hatte international viel Kritik ausgelöst. In dieser dritten Phase wird gewöhnlich an sehr vielen Teilnehmern überprüft, ob und wie gut ein Wirkstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt und welche Nebenwirkungen auftreten.