Vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zur Lage in der Corona-Krise fordern die Städte einen bundesweit einheitlichen Bußgeldkatalog bei Nichtbeachtung von Auflagen. "Wünschenswert wären bundesweit einheitliche Bußgelder, mit denen Verstöße gegen Corona-Vorschriften geahndet werden", sagt der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Maskenverweigerer sollten zum Beispiel in Bussen und Bahnen überall in Deutschland das Gleiche zahlen.
Die Städte wünschen sich außerdem einen Stufenplan, wann welche Maßnahmen in den Ländern abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen künftig ergriffen würden. "Das schafft Akzeptanz ohne Angst zu schüren." Bund und Länder müssten klären, was passiere, wenn die Grenze von 20, 30, 40 und 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner überschritten werde. Von bundesweit einheitlichen Obergrenzen für Familienfeiern hält Jung nichts. "Die regionalen Infektionszahlen sind zu unterschiedlich, um alles über einen Kamm zu scheren." Die Bürger bräuchten von Bund und Ländern jedoch klare Leitlinien bei Tests und Quarantänen.