Letztes Update:
20210102013048

14:44
21.08.2020
UPDATE | Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1427 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor (Datenstand 21.8., 0 Uhr). Am Vortag war mit 1707 neuen Nachweisen der höchste Wert seit Ende April erreicht worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März bis Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Zahlen deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der neuen Nachweise wieder an. Seit Beginn der Krise haben sich mindestens 230.048 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9260. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 205.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung bei 1,02 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt.

Verdi-Chef Frank Werneke. Archivfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

14:27
21.08.2020
Für knapp 2,5 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Diensts bricht mitten in der Corona-Krise ein heißer Tarifherbst an. Die Kommunen stimmen ihre Beschäftigten auf magere Zeiten ein - die Gewerkschaft Verdi pochte in Berlin auf höhere Löhne. Bereits vor der jüngsten Tarifrunde für Bund und Kommunen 2018 hatten massive Warnstreiks von 220.000 Beschäftigten unter anderem Teile des Nahverkehrs lahmgelegt und den Flugverkehr gestört. Nun prallen die Interessen besonders hart aufeinander - wegen der angespannten Lage der öffentlichen Haushalte und wegen des teils gestiegenen Arbeitsstresses durch die Corona-Krise.
"Im Augenblick gibt es nichts zu verteilen", sagt Ulrich Mädgee, Lüneburger Oberbürgermeister und Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Wir müssten im Grunde ganz andere Diskussionen führen, nämlich über Einschnitte reden", so der SPD-Politiker. "Uns geht es um Einkommenssteigerungen", hält Verdi-Chef Frank Werneke entgegen. "Wir werden am Dienstag Forderungen beschließen, mit denen wir auf Steigerungen setzen." Die Tarifrunde beginnt am 1. September in Potsdam.