Letztes Update:
20210102013048

13:53
21.08.2020
Die deutschen Modehersteller haben im ersten Halbjahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv zu spüren bekommen. "Besonders hart trifft es die Hersteller der klassischen Business- und anlassbezogenen Bekleidung insbesondere im Herrenbereich", sagt in Köln der Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion, Gerd Oliver Seidensticker. "Homeoffice und Anzug passen nicht zusammen und diese Käufe werden von den Verbrauchern einfach nicht nachgeholt", beschreibt Seidensticker das Dilemma der Branche.
Insgesamt verzeichnete die deutsche Bekleidungsindustrie im ersten Halbjahr ein Umsatzminus von knapp 20 Prozent, wie GermanFashion gestützt auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet. Auch der Export, der bisherige Erfolgstreiber der deutschen Modeunternehmen, sei um rund 10 Prozent eingebrochen. Es sei das erste Mal seit mindestens 30 Jahren, dass hier ein Minus zu verzeichnen sei, so GermanFashion-Hauptgeschäftsführer Thomas Lange.

Illustration: Bernd Thissen/dpa

13:36
21.08.2020
 Die Verbraucher in Deutschland haben laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) wegen Gaststätten-Schließungen in der Corona-Krise zuletzt deutlich mehr Wein gekauft. Im zweiten Quartal lag der Zuwachs demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 12,5 Prozent, wie das DWI in Bodenheim bei Mainz mitteilt. Absolute Zahlen ermöglicht die auf der Befragung von 20.000 Haushalten beruhende Erhebung des Marktforschungsinstituts Nielsen, auf die sich das Institut beruft, aber nicht. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Wein in Deutschland lag zuletzt bei 20,1 Litern im Jahr.
Mit einem Plus von rund 14 Prozent konnten deutsche Weine im Zeitraum von April bis Juni besonders deutlich zulegen. Bei Weißweinen aus den 13 Anbauregionen in Deutschland betrug die Steigerung 10 Prozent, bei Rotwein 15 Prozent und bei Roséwein 29 Prozent.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters in einer Berliner Buchhandlung. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa