Wegen der
Auswirkungen der Krise auf Kultur- und Sportveranstaltungen will die
schwedische Regierung Ausnahmen von den
geltenden Versammlungsbeschränkungen auf den Weg bringen. Man prüfe, inwieweit
Ausnahmen von der bestehenden 50-Teilnehmer-Regel für Veranstaltungen mit sitzendem Publikum ab Oktober möglich seien, sagt Schwedens Innenminister Mikael Damberg auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Schweden befinde sich in einer besseren Lage als noch im Frühjahr, die Grenze von maximal 50 Teilnehmern für öffentliche Versammlungen sei aber weiter wichtig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Sie bleibe deshalb bestehen.
Schweden war in der Krise einen
Sonderweg mit verhältnismäßig lockeren Beschränkungen gegangen. Schulen, Restaurants und Geschäfte blieben durchgehend offen, unter anderem wurde aber ein Verbot für Versammlungen mit mehr als 50 Personen eingeführt. Im Vergleich zu Deutschland und dem Rest Skandinaviens hat das EU-Land
hohe Infektions- und Todeszahlen zu verkraften gehabt, seit Juni sind diese aber stark gesunken. Insgesamt sind bislang
knapp 86.000 Infektionen in Schweden nachgewiesen worden,
mehr als 5800 Menschen mit Corona-Infektion sind
gestorben.