Letztes Update:
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Ein Labor-Mitarbeiter pipettiert eine Flüssigkeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

06:29
21.08.2020
Neues Personal, teure Labortechnik und Vorräte von Reagenzien und anderen medizinischen Materialien: Viele Labore haben in den vergangenen Monaten kräftig investiert, um die Ausweitung der Teststrategie in der Pandemie stemmen zu können. Gerade auf diese Tests spezialisierte Labore dürften von der gestiegenen Nachfrage profitieren. Bei manchen war allerdings zwischenzeitlich auch Kurzarbeit angesagt - weil Arztpraxen und Krankenhäuser weniger Patienten mit anderen Krankheiten behandelten. Um Tests auf das Coronavirus durchführen zu können, hätten viele schon frühzeitig zusätzliches Personal eingestellt und sechs- bis siebenstellige Beträge in die notwendige Ausrüstung investiert, heißt auch vom Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM).
Allein in den Monaten März bis April seien die Testkapazitäten um das Neunfache gesteigert worden. Die Ausweitung der Teststrategie etwa in Bayern und die Testpflicht für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten habe den Testbedarf demnach weiter erhöht - innerhalb von wenigen Wochen um mehr als 40 Prozent. Die Auslastung der Labore sei rasch auf 67 Prozent der kurzfristig verfügbaren Maximal-Test-Kapazität gestiegen, so der ALM. 150 niedergelassene Labore in Deutschland werten derzeit Corona-Tests aus, sagte Theo Stein, stellvertretender Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL). 

06:08
21.08.2020
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft warnt eindringlich vor einem zweiten Corona-Lockdown. Ein erneutes Herunterfahren von öffentlichem Leben und Geschäftsleben wie im Frühjahr würde erheblich größere Schäden in der Wirtschaft und vor allem im Mittelstand zur Folge haben als beim ersten Mal, heißt es in einem "Brandbrief" an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder. Dieser wird in der kommenden "Focus"-Ausgabe veröffentlicht und liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. 
Viele Betriebe hätten ihre finanziellen Reserven aufgebraucht und müssten bei einem zweiten Lockdown die "Hände heben", heißt es. Ein "überzogener Infektionsschutz" dürfe nicht wieder Vorrang vor dem Schutz von Wirtschaft und Wohlstand habenDie aktuelle Entwicklung der Corona-Zahlen in Deutschland, Europa und der Welt gebe dem Mittelstand Anlass zu größter Sorge. Das "Schreckgespenst" eines zweiten Lockdowns gehe umher. Vor allem der Mittelstand sei alarmiert, habe er doch zusammen mit den Selbstständigen die Hauptlast des ersten Lockdowns im Frühjahr zu tragen gehabt, heißt es.