Daniel Barenboim will sich mit Streaming-Alternativen zu Live-Konzerten und Opern vor Publikum auf Dauer nicht arrangieren. "Uns droht sonst ein geistloser Zeitgeist", sagt der Pianist und Dirigent der Deutschen Presse-Agentur. Er könne zwar die Einschränkungen wegen der Pandemie verstehen und nachvollziehen. Viele Regelungen finde er aber widersprüchlich und irritierend - gleichwohl für Musiker und Zuhörer.
Barenboim, der vor 70 Jahren mit sieben Jahren in seiner Heimatstadt Buenos Aires sein erstes Konzert gab, trat in den vergangenen Wochen immer wieder vor einer kleinen Zahl von Zuhörern auf. "Es erinnert mich an die Zeit, als mir als Kind auch nur wenige Leute zuhören wollten", sagte der Pianist im Scherz.