Letztes Update:
20210102013048

06:41
19.08.2020
Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) plädiert angesichts steigender Infektionszahlen für ein bundeseinheitliches Vorgehen in der Pandemie. "Wir werden mit dem Coronavirus weit ins Jahr 2021 leben. Das heißt, man muss jetzt mal anfangen, in größeren Maßstäben zu denken", sagt Uwe Janssens der Deutschen Presse-Agentur. Es brauche eine Gesamtstrategie, um auf das Infektionsgeschehen zu reagieren.  
"Wir müssen aus diesem Modus rauskommen, 16 Bundesländer bestimmen selbst, wie sie mit dieser Pandemie umgehen", sagt Janssens. Etwa sei es dringend notwendig die Regelungen zum Tragen von Schutzmasken in Schulen und zu Obergrenzen bei Feiern und Veranstaltungen zu vereinheitlichen. "Wie kann es etwa sein, dass in einem Bundesland bei Großveranstaltungen bis zu 1000 Menschen zugelassen sind und in Nordrhein-Westfalen nur 150 auf Geburtstagsfeiern", fragt Janssens. Ein einheitliches Vorgehen sei nötig, da größere Menschenansammlungen mögliche Hotspots für die Verbreitung des Coronavirus darstellten. 

06:11
19.08.2020
Die deutsche Industrie kritisiert die Bundesregierung und die Länder wegen ihrer Strategie bei den Corona-Tests heftig. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) eine Erhöhung der Testkapazitäten. "Damit in den kommenden Monaten wirtschaftliche Aktivität möglich bleibt, muss insgesamt viel großflächiger und einheitlicher getestet werden", sagt Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Die Bundesregierung hinke ihrem eigenen Anspruch, die Kapazitäten auf 4,5 Millionen Tests pro Woche zu steigern, "meilenweit hinterher".

Foto: Tomislav Georgiev/XinHua/dpa