Letztes Update:
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Symbolfoto: Bernat Armangue/AP/dpa

19:55
18.08.2020
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisiert die Zustände in spanischen Seniorenwohnheimen scharf. Dringende Maßnahmen seien nötig, um die Bewohner besser vor Corona-Infektionen zu schützen und zu verhindern, dass es wieder eine hohe Zahl von Todesfällen gebe. Während der Pandemie habe es eine "inakzeptable Vernachlässigung" der Insassen von Altersheimen gegeben, heißt es in einem Bericht.
"In Altersheimen fehlten notwendige Ressourcen für Gesundheit und Pflege. Das hat sich direkt auf die Gesundheit der Bewohner ausgewirkt", so Ximena di Lollo, die für die Unterstützung von Altersheimen zuständige Landeskoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen. "Die entsetzlich hohe Todesrate von älteren Bürgern in Pflegeheimen während der schlimmsten Monate der Pandemie im Frühjahr darf sich nicht wiederholen." Nach Angaben des Madrider Ministeriums für Gesundheit starben zwischen dem 6. April und dem 20. Juni 27.359 Bewohner in den mehr als 5000 Altersheimen des Landes.

19:27
18.08.2020
Nach dem bisher stärksten Anstieg an Neuinfektionen führt der Libanon erneut strikte Ausgangsbeschränkungen ein. Das öffentliche Leben wird laut Innenministerium ab Freitagmorgen für zwei Wochen weitestgehend stillgelegt. Bis zum 7. September soll zusätzlich auch eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens gelten. Im Libanon wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 9337 Corona-Infektionen registriert, darunter 105 Todesfälle. Zuletzt waren im Mai im Libanon weitreichende Ausgangsbeschränkungen verhängt worden.
Drei große Krankenhäuser in Beirut sind bei der schweren Explosion am 4. August so stark zerstört worden, dass in ihnen nicht mehr gearbeitet werden kann. Zwei weitere Kliniken sind teilweise beschädigt worden. Mehr als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen in der Hauptstadt sind laut WHO nach der verheerenden Detonation im Hafen nicht mehr funktionsfähig.

Foto: Andre Lucas/dpa/Archivbild