Letztes Update:
20210102013048

16:33
18.08.2020
Die Pandemie bringt den Zeitplan für die europäischen Kulturhauptstädte der kommenden Jahre durcheinander. Die diesjährigen Titelträger Rijeka in Kroatien und Galway in Irland haben laut EU-Kommission ausnahmsweise die Möglichkeit, ihren Titel noch bis zum 30. April 2021 zu behalten. Beide Städte verdienten eine faire Chance, wieder auf die Beine zu kommen um ihre Widerstandsfähigkeit und Kreativität zu präsentieren, so Kommissionsvize Margaritis Schinas.
Auch Novi Sad (Serbien), Elefsina (Griechenland) und Timisoara (Rumänien) sollen nach dem Vorschlag der EU-Kommission mehr Zeit für die Vorbereitung bekommen. Ursprünglich wären sie im kommenden Jahr Kulturhauptstädte Europas. Stattdessen schlägt die EU-Kommission nun vor, dass Novi Sad den Titel erst 2022 trägt, die anderen beiden Städte noch ein Jahr später. Am übrigens Plan soll sich nichts ändern. Das Europaparlament und die EU-Staaten müssen dem Vorschlag der EU-Kommission jedoch noch zustimmen.

Leere Stuhlreihen im Konzertsaal des Kulturpalast in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild

16:16
18.08.2020
Ein umstrittenes Papier aus der Berliner Charité zu möglichen Lockerungen bei den Abstandsregeln für klassische Konzerte ist aus Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters eine wichtige Stellungnahme in der Debatte. Bei der Rückkehr zum Bühnenbetrieb seien Abstandsregeln ein großer Hemmschuh, "weil sich das wirtschaftlich sonst nicht darstellen lässt", so die CDU-Politikerin im Sender rbb. Es müsse deshalb pragmatisch versucht werden, Öffnungsszenarien bezogen auf die unterschiedlichen Räumlichkeiten zu entwickeln. Das könnten Politiker jedoch nur, wenn die Wissenschaft ihnen dazu Beiträge liefere.
Gestern hatte das Charité-Papier für Aufsehen gesorgt: Demnach könnten Klassik-Vorstellungen unter bestimmten Bedingungen wieder normal in voll besetzten Häusern über die Bühne gehen. Dafür müsste das Publikum auch in den Sälen ständig einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.