Letztes Update:
20210102013048

14:40
18.08.2020
Die Corona-Testpanne an Autobahnen war Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) deutlich früher bekannt als bisher von ihr dargestellt. Bereits am Montag der vergangenen Woche wurde das Ministerium per E-Mail darüber informiert, dass Zehntausende Reiserückkehrer auf ihre Testergebnisse warten, darunter mehrere Hundert Infizierte. Huml bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur den Eingang der entsprechenden E-Mail, über die zunächst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hatte.
Öffentlich gemacht hatte Huml die Testpanne selbst aber erst bei einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Dabei sagte sie auch, dass sie selbst erst am gleichen Morgen vom Ausmaß der Panne erfahren habe. Darauf angesprochen erklärte Huml am Dienstag, dass es ihr hier nicht um eine "Verschleierung" gegangen sei, vielmehr sei ihr in der Mail am Montag auch ein Lösungsansatz bis zum folgenden Dienstag präsentiert worden, wie das Problem behoben werden könne. Nachdem sich diese "Hoffnung" aber bis zum Mittwoch nicht bestätigte, "haben wir sofort gehandelt und die Öffentlichkeit informiert".

Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa

14:23
18.08.2020
Sachsen will vom 1. September an bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 60 Euro einführen. Das Kabinett soll dies laut Sozialministerin Petra Köpping (SPD) in der kommenden Woche beschließen. Man habe viele Beschwerden erhalten, dass sich ein Teil der Bevölkerung nicht an das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften hält, so Köpping. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Menschen mit einem Attest und Schwerbehinderte.
In Thüringen gilt diese Strafe schon länger. Auch in anderen Bundesländern müssen erwischte Maskenverweigerer zahlen: In Bayern werden 150 Euro fällig, in Berlin geht es von 50 Euro an aufwärts. Wer in Sachsen-Anhalt gegen die Maskenpflicht verstößt, soll hingegen auch künftig keine Strafe zahlen müssen. Es sei zu beobachten, dass die geltenden Regeln passend seien, so Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). "Wir werden bei unserem jetzigen Weg bleiben."