Letztes Update:
20210102013048

16:23
17.08.2020
Opern und Konzerte könnten nach einem Papier aus der Berliner Charité unter bestimmten Bedingungen wieder normal in vollbesetzten Häusern über die Bühne gehen. Dafür müsste das Publikum auch in den Sälen ständig einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich bei Einlass und Verlassen des Gebäudes ebenfalls damit schützen. "Das Publikum von Klassikveranstaltungen zeichnet sich durch ein aufgeklärtes Verständnis der gesundheitlichen Zusammenhänge, eine disziplinierte Verhaltensweise sowie die sorgfältige Einhaltung von Vorgaben aus", heißt es in der Stellungnahme des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité.
Der Vorstand der Charité erklärte dagegen auf Twitter, das Papier zur Wiederaufnahme des Oper- und Konzertbetriebs unter Corona-Bedingungen sei nicht abgestimmt und gebe nicht die Position des Vorstands wieder. Der Entwurf berücksichtige nicht die aktuelle Dynamik des Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Risiken.

16:02
17.08.2020
UPDATE | Nach der Übertragung einer Demonstration der Initiative "Querdenken 711" gegen die Corona-Auflagen hat der Regionalsender L-TV aus Winnenden bei Stuttgart Ärger mit der Landesanstalt für Kommunikation (LFK). Es sei ein Verfahren wegen der Verdachts der politischen Werbung eingeleitet worden, weil für die Ausstrahlung Sendezeit im Rundfunk eingekauft worden sei, sagte eine LFK-Sprecherin in Stuttgart. Es gebe einen konkreten Hinweis. "Gerade auch zum Schutz der Meinungsfreiheit sind verbindliche Spielregeln erforderlich", sagte LFK-Präsident Wolfgang Kreißig.
Bei politischer Werbung werde oft an Parteien gedacht. Aber auch andere Gruppierungen, wie zum Beispiel die Organisatoren von Demonstrationen, könnten eine bestimmte politische Richtung verfolgen, die sie bekanntmachen wollten. "Mit dem Verbot politischer Werbung im Rundfunk soll verhindert werden, dass einzelne gesellschaftliche Gruppierungen durch Sendezeit Meinungsmacht einkaufen und damit die öffentliche Meinungsbildung bestimmen können", erklärte die LFK in einer Mitteilung.
Der Gründer der Initiative "Querdenken 711", der Unternehmer Michael Ballweg, gab zwar an, Werbezeit gekauft zu haben. Er fügte aber hinzu: "Es ist irritierend, dass unsere kleinen Demonstrationen so viel Beachtung finden und nun ein TV-Sender solche Probleme bekommt."